John LeCarre
John le Carré (ein Pseudonym für David John Moore Cornwell) wurde am 19. Oktober 1931 geboren und ist inzwischen ein sehr erfolgreicher englischer Autor von Spionage-Büchern, von denen viele für Film und Fernsehen verfilmt wurden.
Wegen seiner spannenden und gut entwickelten Dramaturgie sind diese Bücher beliebt beim Publikum. John le Carré arbeitete selbst für die Geheimdienste MI5 und MI6 in den 1950er und 1960er Jahren. Nach dieser Arbeit für die britischen Geheimdienste machte er sich an das Schreiben über weltweit tätige Geheimdienste. Er hatte bald schon einen bedeutenden Erfolg mit dem Buch “The Spy Who Came In from the Cold” (“Der Spion, der aus der Kälte kam“).
Fast alle seine Bücher fallen in die Rubrik Spionage oder Thriller mit besonderem Schwerpunkt auf den Kalten Krieg. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist “The Naïve and Sentimental Lover “, das autobiographische Elemente verarbeitet.
Le Carrés Arbeit ist in vielerlei Hinsicht eine kritische und mit Gründen versehene Antwort auf die reißerische Sensationsmache der “James Bond“-Trivialromane. Seine Helden sind plastischer, ihr Engagement in der Welt ist realistischer und ihre Lebensumstände sind deutlich unspektakulär als bei James Bond und Konsorten. Le Carré liefert auch nur ein begrenztes Maß an Sex und Gewalt, das Drama kommt vor allem in der intensiven geistigen Aktivität seiner Protagonisten zum Ausdruck. In einigen Büchern (wie “Eine kleine Stadt in Deutschland” – gemeint ist Bonn) entfaltet sich die gesamte Geschichte in der Form eines Dialogs zwischen den Zeilen. Le Carré wurde daher weithin bejubelt als eine der literarisch und philosophisch bedeuteten Genies der Fiction des 20. Jahrhunderts.

