Helene Tursten
Helene Tursten (geboren 1954 in Göteborg) ist eine schwedische Schriftstellerin. In ihrer Krimireihe um die Göteborger Ermittlerin Irene Huss sind bisher neun Folgen erschienen. Sechs der Fälle wurden vom deutschen Fernsehen verfilmt, unter ihnen die Romane Die Tätowierung (2002), Tod im Pfarrhaus (2004), Der erste Verdacht (2005) und Feuertanz (2006). Tursten schreibt außerdem Kurzgeschichten und Erzählungen.
Helene Tursten wurde 1954 in Göteborg, Schweden geboren. Sie arbeitete als Krankenschwester und Zahnärztin, musste ihren Beruf wegen eines schweren Rheumaleidens jedoch im Alter von 39 Jahren aufgeben. Seit den 1990er Jahren schreibt sie Kriminalromane. Sie lebt mit ihrem Mann, einem ehemaligen Polizisten, in Värmland im Westen Schwedens.
Im Mittelpunkt ihrer Krimis um ein Göteborger Dezernat steht die Ermittlerin Irene Huss. Diese ist um die 40 Jahre alt, Jiu-Jitsu-Meisterin und wohnt mir ihrem Mann Krister, einem Sternekoch, und den beiden pubertierenden Zwillingstöchtern Katarina und Jenny in einer Reihenhaus-Siedlung. Tursten hat sich explizit für eine weibliche Ermittlerin als Hauptprotagonistin ihrer Krimis entschieden, denn sie wollte nicht „über einen Whiskey trinkenden Einzelgänger schreiben. Ich mag es wirklich nicht, wenn sich weibliche Helden in Krimis ebenso aufführen wie ihre männlichen Vorgänger – saufend, fluchend.“
Ihre Krimis sollen realitätsnah sein und behandeln unterschiedlichste Themen, u.a. Menschenhandel, Prostitution oder Neonazismus unter Jugendlichen. Die Ideen für ihre Geschichten holt sich Tursten aus Zeitungsberichten, aus Bildern oder Begegnungen mit Menschen. Turstens Mann ist ehemaliger Polizeibeamter, so dass sie zahlreiche PolizistInnen kennt und ErmittlerInnen für ihre Romane bei der Arbeit begleiten darf. Die Schriftstellerin versucht, möglichst gründlich zu recherchieren, so dass sie für Der erste Verdacht (2005), der im Milieu der Wirtschaftskriminalität spielt, drei Jahre brauchte. In der Regel schreibt Tursten ihre Krimis in sechs Monaten und benötigt dann noch einmal drei Monate zum Redigieren ihrer Texte. Bisher liegen neun Krimis in deutscher Übersetzung vor: Der Novembermörder (2000), Der zweite Mord (2001), Die Tätowierung (2002), Tod im Pfarrhaus (2004), Der erste Verdacht (2005), Feuertanz (2006), Die Tote im Keller (2007) und Das Brandhaus (2009). Tursten selbst beschreibt ihren Schreibstil als „klar und rein“ und versucht, möglichst „direkt zum Punkt zu kommen“. Mit Die Frau im Fahrstuhl. Zehn unheimliche Geschichten (2004) hat sie ihre erste Kurzgeschichten-Sammlung vorgelegt.

